Über uns...
Geschrieben von: Bastian Schönknecht   
Montag, 14. Februar 2005 um 20:41 Uhr
Beitragsseiten
Über uns...
Seite 2
Seite 3
Alle Seiten

Ein äußerst kluger Mann sagte einmal:

„Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft.“
Wilhelm von Humboldt (1767-1835), dt. Philosoph u. Sprachforscher

Wer über eine so langjährige Zeltlagervergangenheit wie die Katholische Kirchengemeinde St. Christina Herzebrock verfügt, sollte unserer Meinung nach nicht schüchtern, sondern vielmehr stolz darauf sein, diese Tradition hier anführen zu können. Wir möchten deshalb kurz etwas historisch werden...

Die wohl gravierendste Veränderung in der Zeltlagergeschichte der Gemeinde fand 1987 statt. Bis dahin war es in Herzebrock jahrzehntelang Brauch, dass Mädchen und Jungen getrennt voneinander in separate Lager fuhren. Damit war nun Schluss!
Zukünftig fand eine Ferienfreizeit statt, an der sowohl Mädchen als auch Jungen zusammen teilnehmen konnten. Die Resonanz in den folgenden Jahren war mehr als positiv und als sich 1991 sogar so viele Teilnehmer anmeldeten, dass dessen Anzahl die Kapazität des Zeltplatzes „sprengte“, man aber allen Kindern (und Eltern) die Möglichkeit geben wollte, zwei schöne Ferienwochen zu erleben, entschloß man sich nunmehr, wieder ein zweites Zeltlager ins Leben zu rufen. Der Unterschied zu früher lag dabei einzig und allein darin, dass man dieses Mal die Abstufung beim Alter vornahm. Mädchen und Jungen sollten also weiterhin zusammen in den Urlaub fahren!
Seitdem gibt es in Herzebrock für die Kinder im Alter von 12 bis 15 Jahren das sog. Jugendferienlager (umgangssprachlich: „Großes Lager“) und für die Jüngeren, 8- bis 11-Jährigen, das Kinder-Ferienlager („Kleines Lager“), auf dessen Seiten Sie sich in diesem Moment befinden.

Anfangs wurde unser Kinder-Ferienlager (KFL) noch von der Jugendreferentin Barbara Kintrup, später dann von Sabine Holzkamp geleitet. Seit 1996 ist die Lagerleitung dann in die Hände von jungen, ehrenamtlich tätigen Menschen gelegt worden und bis heute geblieben. Die Trägerschaft hat dabei seit Jahr und Tag die Katholische Kirchengemeinde St. Christina Herzebrock.

Man sieht: wir kennen unsere Vergangenheit! Schauen wir also zusammen in die Gegenwart und vor allem in die Zukunft...




Früher wurden wir als „Kleines Lager“ wegen des Namens und relativ geringen Teilnehmerzahlen teilweise belächelt oder hämisch beäugt. Mittlerweile haben wir uns aber unter der Bezeichnung „Kinder-Ferienlager“ als Ausrichter einer jährlichen Ferienfreizeit sowohl bei den Kindern als auch bei deren Eltern einen sehr guten Namen gemacht und sind aus dem sozialen Umfeld der Gemeinde Herzebrock-Clarholz kaum mehr wegzudenken. So sprechen pro Jahr Anmeldungen von 50 bis 70 Kindern ihre eigene Sprache.

Bei diesen Zahlen sollte von unserem insgesamt 15- bis 20-köpfigen Betreuerteam natürlich alles möglichst gut organisiert sein. Das ist es auch! Ein bis zwei Jahre vor dem eigentlichen Termin suchen wir nach einem geeigneten Zeltplatz, der über ein festes Gebäude, eine geräumige Küche und eine große Grünfläche verfügt, auf der wir unsere großen Gruppenzelte aufbauen und eine gemütliche und idyllische Zeltlageratmosphäre schaffen.
Dabei verschlug es uns schon in die Gegenden von Hamburg, Frankfurt am Main, die Eifel, den Selfkant (deutsch-niederländische Grenze) und selbstverständlich immer wieder gerne ins schöne Sauerland. (s. auch Zeltlager 2006)
Darüber hinaus bereiten wir in kleineren Gruppen (2-3 Betreuer) die einzelnen Aktivitäten im Detail vor und planen mit dem gesamten Team den eigentlichen Tages- bzw. Wochenablauf. Dort wird dann festgelegt, an welchem Tag z.B. ein Geländespiel oder ein Workshop stattfinden soll. Im Zeltlager selbst kommt es dann natürlich immer wieder auf das Wetter an, so dass wir des öfteren improvisieren müssen und die Programmpunkte tauschen bzw. verschieben. Angestrebt ist aber immer, unsere gesamten Projekte in die Tat umzusetzen – und bisher hat das auch immer geklappt!



Ob es nun die oben erwähnte „kultige“ Lageratmosphäre mit Lagerfeuer und Nachtwache, die vielen Unternehmungen wie Tagesausflüge, Stationsspiele, diverse Spielshows, etc. sind, welche die Kinder immer wieder mitreissen, können wir nicht mit Gewissheit sagen. Alle diese Punkte tragen aber mit Sicherheit dazu bei!
In den Jahren, in denen einige von uns als Kote (Lagerjargon für: Kind) und später als Teammitglied mitfuhren, haben wir jedenfalls schon viel Schönes in den Ferienfreizeiten erlebt und möchten diese Erinnerungen auch nicht mehr missen!

So ist es zwar für unser Betreuerteam jedes Jahr ein immenser Aufwand, der betrieben wird, um all’ dies auf die Beine zu stellen, aber wenn wir ehrlich sind, machen wir es doch immer wieder sehr, sehr gerne. Das Kinder-Ferienlager ist halt eine Art „Virus“, von dem man sich gerne anstecken läßt.
Das merken wir auch immer wieder bei neuen Teammitgliedern, die teilweise in den eigenen Betreuerzeiten schon als Koten dabei waren und nun wie selbstverständlich mit viel Freude und mit neuen Ideen im Gepäck als Betreuer mitfahren. Schön zu sehen, dass regelmäßig „’was nachkommt“!

Bleibt nur noch eins zu sagen: Probiert’s aus! Laßt Euch vom Zeltlager-„Virus“ infizieren - es lohnt sich! Sei es als Kote oder als Betreuer!

Viele Grüße und wir sehen uns…
Das Team des Kinder-Ferienlagers St. Christina Herzebrock